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Eintrag 3850 (Spalte 156a)

Betreff: Eheliche Vergabung, Gerade, eheliche Verfügung von Todes wegen

Datierung: 1366

Schlagwörter: Geld; Gerade; Reinschrift; Teilung, Hälfte

Personen: Else Lengener; Frenzel Kalbfell; Hans Lengener; Hans Kalbfell; Petzold Kalbfell

Elze hat uf ge(ge)b(e)n allis, daz se hat myt der gerade, Hann(us) Lengen(er), erim wirthe. Hann(us) Lengen(er) hat wedir uf ge(ge)b(e)n allis, daz her hat, Elzen, siner husvrouwe(n), a noch sime tode, wer abir, daz Elze e abe storbe, so sulle(n) czen mark vo[n] dem selb(e)n gute gevalle(n) an Pecz Kalpfels kindir Hann(us) und Frenczil, auch hab(e)n sich di selben kindir Hann(us) und Frenczil vorczege(n) allis, daz ze an dirstorb(e)n ist von erim vat(er) und von mthir, wer abir, daz der kindir eyns ab storbe, so sal daz gelt halb gefalle(n) an di muthir und daz andir theyl an daz andir geswistir und noch Elze(n) tode wedir daz an gestorb(e)n gelt an daz andir geswisterede, daz di muthir obir lebit. Hann(us) Lengen(er) hat di czen mark geleyst noch Elze(n) tode den kinden.1

Textkritische Anmerkungen

a Hs.: s.

Sachanmerkungen

[1] Wenn man hier ›geleistet‹ nicht als erneute Bekräftigung des oben Gesagten verstehen will, könnte dieser letzte Satz darauf hindeuten, dass Elze zum Zeitpunkt der Reinschrift des Textes bereits verstorben war.